Wenn der Winter näher rückt, ziehen Maskenschnitzer ins Holz. Harziges Lärchenbrett verlangt scharfes Eisen und ruhigen Schlag. Die Fratze lebt von Faserrichtung und Licht, von Ruß, Kalkmilch und Leinöl. Beim Umzug riecht man Pech, hört Glocken und erkennt Herkunft am Material.
In Gröden modernisieren Werkstätten jahrhundertealte Formen. Lindenholz ist weich, doch Rahmen, Sockel und Zierleisten entstehen gern aus Lärche, weil Kanten hart bleiben. Kunden bringen Berglicht ins Wohnzimmer, und die Hände erzählen, wie Sägemehl zu Staub wird, der Geschichten lange bewahrt.
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